Problem

Prognose der organischen Abfälle bis 2050 / Klimawandel und ökologische Auswirkungen

  • Die weltweite Menge an festen Abfällen steigt von aktuell rund 2,3 Milliarden Tonnen auf etwa 3,8 Milliarden Tonnen bis 2050, wobei ein erheblicher Anteil organische Abfälle sind.
  • Lebensmittelabfälle bleiben ein zentraler Faktor: Jährlich werden über 1 Milliarde Tonnen Lebensmittel verschwendet, was sich durch Bevölkerungswachstum und Urbanisierung weiter verschärft.

Treibhausgasemissionen

  • Organische Abfälle auf Deponien setzen Methan frei, das 25-mal klimaschädlicher als CO₂ ist.
  • Lebensmittelverschwendung verursacht 8–10 % der globalen Treibhausgasemissionen. Wäre sie ein Land, läge sie nach China und den USA an dritter Stelle.
  • Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Emissionen aus der Abfallwirtschaft bis 2050 massiv steigen und den Klimawandel beschleunigen.

Ressourcenverbrauch

  • Für die Produktion der später verschwendeten Lebensmittel werden 30 % der globalen landwirtschaftlichen Flächen genutzt – mit Folgen wie Entwaldung, Biodiversitätsverlust und Wasserknappheit.

Ökosystembelastung

  • Offene Deponien und Verbrennung setzen Schadstoffe frei, die Böden und Gewässer belasten.
  • Die steigende Abfallmenge erhöht den Druck auf natürliche Lebensräume und gefährdet Artenvielfalt.

Mission

Als Akteur der Bioökonomie verstehen wir uns als integraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. Unser Ziel ist die effiziente und nachhaltige Biokonversion organischer Reststoffe zu hochwertigen Produkten, um Ressourcenverluste zu vermeiden und klimaschädliche Entsorgungspraktiken zu ersetzen.

Unser Schwerpunkt liegt auf organischen Nebenprodukten der Lebensmittelverarbeitung aus Industrie, Landwirtschaft und Gastronomie. Diese Materialien sind aufgrund ihres hohen Nährstoffgehalts und ihrer stofflichen Qualität zu wertvoll, um in Müllverbrennungsanlagen energetisch ineffizient und emissionsintensiv beseitigt zu werden – eine Praxis, die perspektivisch ohnehin keine tragfähige Option mehr darstellt.

Wir nutzen diese Rohstoffe als Substrat für Insekten und andere Wirbellose, um eine maximale Wertschöpfung zu erzielen. Die daraus entstehenden Produkte umfassen:

  • Proteine für Futtermittel und industrielle Anwendungen,
  • Biotreibstoffe als Beitrag zur Dekarbonisierung,
  • nachhaltige Düngemittel zur Bodenverbesserung,
  • Biopolymere für die Herstellung biobasierter Materialien,
  • sowie Humus als Endprodukt einer vollständig geschlossenen Verarbeitungskette.

 

Die Humusproduktion markiert die finale Stufe unseres Prozesses – kein Reststoff bleibt ungenutzt. Alle Prozessschritte sind energieautark und erfordern keine externe Prozessenergie, was die ökologische Effizienz zusätzlich erhöht.